Läuft bei Dir, SVN! Erst vergangenes Wochenende durften die Werther starke neun Punkte bejubeln, nun machten die drei Herrenteams den Doppelschlag perfekt und fuhren wieder die Maximalausbeute für ihre Farben ein. Die Brace-Elf gewann in Unterzahl mit 1:0 gegen den TuS Immendorf, während die „Zwote" in Dieblich ein 3:1 erzielen konnte. Die Dritte Mannschaft schaffte mit einem 4:0 über Vallendar II gar den dritten Sieg in Serie.

"/>

Seniorenspielbetrieb: SVN gewinnt erneut mit allen drei Teams

Lau setzt Lucky-Punch für die Erste Mannschaft – „Zwote“ gewinnt bei Kellerkind Dieblich

Läuft bei Dir, SVN! Erst vergangenes Wochenende durften die Werther starke neun Punkte bejubeln, nun machten die drei Herrenteams den Doppelschlag perfekt und fuhren wieder die Maximalausbeute für ihre Farben ein. Die Brace-Elf gewann in Unterzahl mit 1:0 gegen den TuS Immendorf, während die „Zwote“ in Dieblich ein 3:1 erzielen konnte. Die Dritte Mannschaft schaffte mit einem 4:0 über Vallendar II gar den dritten Sieg in Serie.

Am Samstagabend war Derbyzeit auf der Südspitze, mit dem SVN III und dem SC Vallendar II trafen zwei Überraschungsteams der Kreisliga D aufeinander. Die Blau-Weißen hatten zuletzt den Spitzenreiter aus Sayn geschlagen, während der Sportclub am letzten Spieltag den SV Weitersburg II bezwingen konnte. Gäste-Coach Heuser konnte personell aus dem Vollen schöpfen, auf Werther Seite sah die Situation dagegen etwas anders aus: Die Erkältungswelle hatte unter der Woche auch vor der Insel nicht Halt gemacht. Neben den Stammkräften Marco Groß, Tim Hilden und Jan Bähner fehlten noch weitere Akteure, zumindest rückten der vollends wiedergenese Kapitän Martin Weidel sowie Torjäger Yannick Sterle wieder in die Startformation. Im Kasten vertrat SVN-Oldie Lars Duck den abwesenden Martin Jung. Die vielen Zuschauer sahen einen furiosen Beginn der blau-weißen Spaßtruppe. Mit einer konsequenten Zweikampfführung machten sie schnell klar, wer Herr auf der roten Kampfbahn war. Aus der sicheren Defensive heraus kamen die Werther immer öfter überfallartig in die Offensive, meist über den wieselflinken Sterle. Genau so ein Nadelstich führte bereits nach zehn Minuten zum Erfolg. Sterle zog von Linksaußen nach innen und schloss mit einem überlegten Schuss ins untere Eck zum 1:0 ab (10.). Auch in der Folge ließen die Sechsunddreißiger keinen Deut nach gegen sichtbar überrumpelte Festländer. Ab Mitte der ersten Halbzeit zogen die Gastgeber mit Playstation-Fußball ein Powerplay der aller feinsten Sorte auf. Zunächst fand eine flache Eckballvariante von Spezialist Andy Koch den völlig blank stehenden Matthias Klöckner, der per Direktabnahme den zweiten Werther Treffer des Tages erzielte (25.). Dann setzte Sterle alias „Der Blitz von der Spitz“ seine Show fort und profitierte bei seinem Abschluss zum 3:0 von einem individuellen Fehler in der SC-Abwehr (33.), bevor er mit dem 4:0 schon vor der Pause alles klar machte (38.). Robert Schikora hätte das Halbzeitergebnis sogar noch deutlicher gestalten können, er scheiterte nach einer feinen Einzelaktion im Reus-Stil jedoch denkbar knapp. Durchschnaufen! Aufgrund der überragenden Leistung im ersten Durchgang konnten die Insulaner die zweiten 45 Minuten entspannt angehen. Vallendar wurde es überlassen, das Spiel zu machen, gegen die massiv stehende SVN-Verteidigung kamen die Gäste jedoch nur vereinzelt zu Chancen. Die Blues sparten ihre Kräfte, indem sie nur noch selten versuchten im Angriff Akzente zu setzen. Der Drops war lange gelutscht und so blieb es am Ende bei einem nie gefährdeten 4:0 aus Werther Sicht. Alaaf, Helau, Derbysieger SV!

Zeitgleich gastierte die „Zwote“ im fernen Dieblich an der Mosel. Im Duell mit dem Kellerkind war es das erklärte Ziel von Sebastian Luckei und seinem Team, die guten Liga-Leistungen der Vorwochen zu bestätigen. Dabei musste der Coach ebenfalls einige krankheitsbedingte Ausfälle kompensieren. Auch Kapitän Andy Ohlef hatte es doch glatt über Nacht noch erwischt, wirklich tückisch diese Erkältungswelle. Ein „dezenter Schüttelfrost“ verhinderte seinen Einsatz. Trotzdem fanden die weitgereisten Blau-Weißen einen soliden Start in die Begegnung mit der SG. Eine gute halbe Stunde war absolviert, als Steven Gerstenberg die verdiente Führung für seine Mannschaft markieren konnte (32.). Dieses Zwischenergebnis von 1:0 hatte bis zur Pause Bestand. Nach dem Seitenwechsel war es Christopher Stein vorbehalten, frühzeitig die blau-weißen Weichen auf Sieg zu stellen. Er krönte seinen guten Auftritt mit dem 2:0 (49.). Sein älterer Bruder Matthias wollte dem in Nichts nachstehen und vollendete in der Schlussviertelstunde per Kopf zum 3:0, womit der Sack endgültig zu war (77.). Zwar verkürzten die Gastgeber wenige Minuten vor dem Abpfiff noch auf 1:3, am Sieg für den SVN änderte dies aber nichts mehr. Die „Zwote“ belegt somit aktuell einen guten fünften Rang im Gesamtklassement der Kreisliga C und darf am kommenden Sonntag um 11 Uhr ohne Druck den Liga-Primus TV Winningen auf der heimischen Südspitze empfangen.

Die Erste Mannschaft hatte am Sonntagnachmittag nach dem 2:1-Erfolg über RW Koblenz II eine weitere Herkules-Aufgabe vor der Brust, denn mit dem TuS Immendorf um Trainer Josef Ivanovic gastierte ein absolutes Top-Team auf der Werther Südspitze. Einer der zahlreichen Zuschauer konnte gar nicht glauben, dass der SVN schon wieder zuhause spielen sollte und kontrollierte mit einer kurzen Fahrrad-Tour nach Immendorf, ob auch wirklich nicht auswärts gespielt wurde. Die Partie begann hektisch. Viele Konzentrationsfehler seitens beider Mannschaften prägten die Anfangsphase und ließen ein etwas unübersichtliches Bild entstehen. Dennoch verstärkte sich bei den Werther Anhängern der Eindruck, dass hier doch was gehen könnte gegen die Roten. Der mangelhafte Spielaufbau verhinderte zunächst das Zustandekommen klarer Torraumszenen. Dann aber setzte Christian Trapp für den SVN das erste Ausrufezeichen – sein Distanzschuss klatschte an die Latte. In der Folge kam auch Immendorf, meist über Standards, zu seinen ersten Gelegenheiten. Trainer Robert Brace mahnte seine Elf an, nicht zu viele Freistöße rund um den eigenen Sechzehner zuzulassen, denn mit Routinier Tommy Scherhag hatten die Gäste gewiss einen starken Schützen in ihren Reihen. Einen Erfolg konnten jedoch weder er noch sein Spielmacher Wünsch vorweisen. Bis zur Pause konnte so keine Seite ihre Möglichkeiten in etwas Zählbares umwandeln, es blieb beim torlosen Remis. Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Gäste. Torhüter Linde musste alles abrufen, um den Rückstand zu verhindern. In der Folge aber fand der SVN immer besser ins Spiel und kam über lange Diagonalbälle sowie über die mit Nobel besetzte rechte Außenbahn immer wieder gefährlich in die Offensive. Oftmals verhinderte ein konsequentes Nachrücken der Blau-Weißen jedoch den finalen Abschluss. Dann schwächten sich die Blues überflüssigerweise selbst, der bis dato gut aufspielende Bernardy ließ sich von seinem provozierenden Gegenüber zu einer Tätlichkeit hinreißen und musste ebenso wie der haltlose TuS-Trainer Ivanovic den Innenraum verlassen. Der Schiedsrichter hatte in dieser Situation alles richtig gesehen. Während die Heimzuschauer zu diesem Zeitpunkt ein Unentschieden als Endergebnis wohl sofort unterschrieben hätten, ließen sich die Werther Jungs auf dem Platz von der Dezimierung nicht beirren. Fröhlich setzte Regisseur Lau sowie den eingewechselten Schäfer des Öfteren mit präzisen Bällen aus dem Mittelfeld heraus in Szene, so auch rund 15 Minuten vor dem Schlusspfiff: Lau erläuft sich einen hohen Traumpass von Fröhlich und schließt letztendlich eiskalt zum 1:0 für den SVN ab (78.). Wieder einmal befand sich die Südspitze im Ausnahme-Zustand, frenetisch wurde der Torschütze mit lauten „Dynamo“-Sprechchören gefeiert. Immendorf sollte der Ausgleich verwehrt bleiben, sodass nach spannenden 90 Minuten Christoph Laus Lucky-Punch das zweite 9-Punkte-Wochenende in Serie besiegelte. Glückwunsch, Männer!

Am kommenden Sonntag empfängt die „Zwote“ wie angekündigt um 11 Uhr zuhause den TV Winningen, die Erste Mannschaft gastiert um 14:30 Uhr beim TuS Rhens. Die Dritte Mannschaft hat spielfrei.