SV Niederwerth – FC Plaidt 2:0 (1:0)

Brace-Elf überrascht Favoriten aus Plaidt mit tollem Fight

Am vergangenen Sonntag empfing der SVN den Tabellenvierten aus Plaidt. Zahlreiche Zuschauer hatten bei herrlichem Frühlingswetter den Weg auf die Südspitze gefunden, um den Auftakt des Fußballjahres 2014 zu verfolgen. Der Rasenplatz ruhte noch im Winterschlaf, sodass die Akteure auf die „Kampfbahn rote Erde“ ausweichen mussten. Ein Umstand, der den Werthern nicht allzu viel ausmachen sollte. Trainer Robert Brace musste unter Anderem auf die verletzten Süßmeyer, Schmidt und Ganser verzichten.

Die heißen Temperaturen verleiteten die Insulaner dazu, loszulegen wie die Feuerwehr. Manch ein Fan hatte noch nicht seinen Platz eingenommen, da halte bereits der blau-weiße Jubel über den altehrwürdigen Hartplatz. Publikumsliebling Micky Parschau hatte sich einen Ball auf der rechten Außenbahn erlaufen und flach in den Strafraum hereingegeben, wo sich Timmy Karst im richtigen Moment von seinem Bewacher lösen und zum 1:0 vollstrecken konnte (2.). Was für ein super Start der Gastgeber! In der Folge machten die Blues durch eine konsequente Zweikampfführung klar, wer Herr im Haus war. Die ambitionierten Plaidter zeigten sich sichtbar beeindruckt. Zwingende Aktionen gelangen ihnen nicht, sodass sie sich nicht selten mit Standardsituationen behelfen mussten. Die Zuordnung bei den Werthern stimmte jedoch und ein bestens aufgelegter SVN-Schlussmann Linde war immer auf dem Posten. Auf der Gegenseite hatte Karst seine zweite Hütte auf dem Schlappen. Einen Abspielfehler der Eifelaner Hintermannschaft nutzte Lau zu einem präzisen Pass in die Spitze, allerdings musste sich Karst im Eins-gegen-eins dem Plaidter Keeper Ndolumingu geschlagen geben, da dieser geschickt den Winkel verkürzte. In der Defensive ließen die Sechsunddreißiger ihrerseits nichts anbrennen, der Verbund um die beiden Innenverteidiger Johannsen und Bähner brachte die gegnerischen Angreifer zu ersten Schreien der Verzweiflung. Ohne Frage, die Werther lieferten kollektiv eine klasse Leistung ab und machten es den Alemannen sehr schwer. Bis zur Pause passierte nichts mehr Erwähnenswertes.

In der zweiten Halbzeit hielten die Blues weiter nach alter SVN-Tugend dagegen. Aber auch die Gäste erhöhten nun das Engagement. Immer mehr drängten sie die Sechsunddreißiger in die eigene Hälfte. Zwar ergaben sich dadurch auf der einen Seite mehr Chancen, allerdings öffnete das Vorgehen der Plaidter auch früh Konter-Räume für die Mannen von Trainer Robert Brace. Besonders die wieselflinken Youngster Nobel und Schäfer sorgten immer wieder für Gefahr und der stets gut positionierte Karst verfehlte die Vorentscheidung rund zehn Minuten nach Wiederanpfiff nur denkbar knapp, als er eine Flanke um Zentimeter verfehlte. Brace entschied sich dazu, den Torschützen in den verdienten Feierabend zu schicken und brachte mit Christian Trapp einen abschlussstarken Joker. Das Geschehen auf dem Hartplatz wurde jetzt zusehends ruppiger. Parschau, der bereits in den ersten 45 Minuten drei Mal zugelangt hatte, sah nach seinem vierten Foul zu Recht die gelbe Karte. Der eigentlich unbeteiligte FC-Kapitän Kayaalp, der Parschau während dieser Spielunterbrechung hart anging, hatte Glück, dass der Referee dies nicht als Tätlichkeit wertete und ihn ebenfalls lediglich verwarnte. In der Folge warf Plaidt alles nach vorne und machte mächtig Druck, Linde musste ein ums andere Mal beherzt eingreifen. Alle Bemühungen nutzten nichts, denn das Toreschießen war an diesem Tag nur dem SVN vorbehalten: Schnelles Umschalten nach Ballgewinn, Pass auf Trapp, flacher Abschluss – 2:0! Der eingewechselte Angreifer nutzte seine erste Möglichkeit zur Vorentscheidung (70.). Plaidt agierte nun richtig wütend, ein probates Mittel für den Torerfolg sollten sie gegen aufopferungsvoll kämpfende Werther an diesem Tag aber nicht mehr finden. Zudem schwächten sie sich in der Schlussphase selbst: Boyraz verlor zum zweiten Mal die Nerven und holte sich die Ampelkarte ab. Blues-Coach Brace brachte kurz vor Schluss mit Manuel Stein und Neuzugang Marco Bernardy nochmals frische Kräfte ins Spiel, ehe der Schiedsrichter die Partie beendete und ein umjubelter 2:0-Sieg für den SVN zu Buche stand.

Am kommenden Sonntag (16.03.14) gilt es, die nächsten „big points“ einzufahren. Unsere Erste Mannschaft gastiert um 15 Uhr in Urmitz beim türkischen Club ATA Spor. Bei diesem Aufeinandertreffen handelt es sich um ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel. Gelingt den Blues auch hier ein Sieg, wäre ein erster großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht.

Es kämpften und siegten für unseren Sportverein: Dennis Linde, Michael Parschau, Lars Johannsen, Björn Bähner, Matthias Stein, Marcel Smock, Niko Granic, Alex Schäfer, Sascha Nobel, Christoph Lau, Timmy Karst, Christian Trapp, Manuel Stein, Marco Bernardy, Lukas Hoffmann und Trainer Robert Brace