Spielertrainer Julian Urbas vertraute erneut dem 3-5-2. Im Tor stand Tom Strick, davor bildeten von links nach rechts gesehen Yannick Rendgen, Luca Karbaum und Urbas selbst die Dreierkette. Auf den Schienen liefen Samuel Dubale links und Tobias Dott rechts, im Zentrum davor gaben erneut Rene Fuhr und Fabian Klöckner als Doppelsechs den Takt vor. Luca Mohr agierte im Zehnerraum, ganz vorne bildeten Ismaila Sankareh links und Colin Klinkner rechts das Sturmduo.
Der SVN übernahm von Beginn an die Kontrolle und war in den ersten 15 Minuten praktisch im Dauerbesitz des Balles, und das mit Erfolg. Bereits in der 3. Minute setzte Sankareh den gegnerischen Spielaufbau unter Druck und eroberte gemeinsam mit Klinkner den Ball, der bei Mohr landete. Der machte das Spiel schnell und steckte durch zu Sankareh, der den Überblick behielt und auf Klinkner weiterleitete. Der ließ noch zwei Verteidiger stehen und vollendete zum 1:0. Nur wenige Minuten später hätte der SVN beinahe nachgelegt. Fabian Klöckner eroberte den Ball auf Höhe des gegnerischen Strafraums, über Klinkner, Mohr und Sankareh wurde er auf die linke Seite verlagert, wo Dubale frei zum Abschluss kam, doch der gegnerische Torhüter parierte. Wenig später schickte Rene Fuhr Dubale mit einem langen Ball erneut durch die Abwehr, wieder stand er frei vor dem Tor, und wieder blieb der Keeper Sieger.
In der 13. Minute war es dann so weit. Klinkner startete von rechts durch und brachte den Ball scharf an den ersten Pfosten, wo Sankareh nur noch einschieben musste, das 2:0. Nach diesem zweiten Treffer nahm der SVN für einige Minuten selbst etwas das Tempo heraus, verwaltete die Führung eher, als sie weiter auszubauen, und ließ Nörtershausen dadurch erstmals etwas mehr vom Ball. Am grundsätzlichen Bild der Partie änderte das zunächst aber nichts, und in der 33. Minute erhöhte Mohr auf 3:0. Nach starkem Dribbling ließ Dubale zwei Gegenspieler stehen und steckte perfekt für Rendgen durch, der den Ball wiederum in den Fünfmeterraum auf Mohr legte, der ebenso souverän vollendete.
Auch nach diesem dritten Treffer gönnte sich der SVN kurz eine ruhigere Phase und nahm noch einmal etwas Tempo heraus. Diesmal nutzte Nörtershausen das konsequenter aus. In der 35. Minute setzte sich die SG vor dem SVN-Strafraum fest, auf dem inzwischen nassen Geläuf ließ sich der Ball nicht endgültig klären, und nachdem zwei Schüsse geblockt wurden, fand der dritte, leicht abgefälscht und dadurch unhaltbar, den Weg ins Tor zum 3:1. Der SVN ließ sich davon aber nicht beirren und legte in der 37. Minute umgehend nach. Sankareh und Mohr setzten gemeinsam das Gegenpressing an und eroberten den Ball, Mohr lief auf die Viererkette zu und bediente Sankareh mit einem feinen Steckpass, der frei vor dem Tor zum 4:1 einschob. Kurz vor der Pause verkürzte Nörtershausen per Freistoß und Kopfball noch einmal auf 4:2, der Stand zur Halbzeit. Sechs Tore im ersten Durchgang sprachen für eine kurzweilige Partie, klar spielbestimmend war dabei aber durchgehend der SVN, der sich in der Kabine vornahm, in Durchgang zwei den Deckel draufzumachen.
Genau das gelang. In der 58. Minute erhöhte Klinkner auf 5:2. Vorausgegangen war ein Angriff mit gerade einmal sechs Stationen, ausgehend von einem Abstoß aus dem eigenen Strafraum. Über die linke Seite ging es von Karbaum zu Dubale, weiter zu Mohr und Rendgen, der Sankareh in den Lauf schickte. Der ließ seinen Gegenspieler aussteigen und legte in die Mitte, wo Klinkner die nötige Ruhe besaß und den Ball flach unten links versenkte.
Nach der Pause reagierte Urbas mit mehreren Wechseln. Für Tobias Dott kam in der 61. Minute Stefan Zimmermann, vier Minuten später ersetzte Robin Meyer den Torschützen Colin Klinkner. In der 70. Minute folgten mit Leon Hause für Fabian Klöckner und Niclas Bürger für Ismaila Sankareh gleich zwei weitere Wechsel. Der SVN erspielte sich in der Folge noch einige gute Chancen, die ungenutzt blieben, ließ hinten aber nichts anbrennen und blieb bis zum Schluss souverän. In der 78. Minute kam schließlich Felix Klöckner für Samuel Dubale ins Spiel und feierte dabei sein Debüt für die erste Mannschaft in der Kreisliga A, als rechter Innenverteidiger machte er dabei eine sichere Figur. Insgesamt blieb die Partie zudem bemerkenswert fair, Schiedsrichter Ralf Volk zückte lediglich drei Mal Gelb, allesamt erst nach dem Seitenwechsel.
Mit dem 5:2 unterstrich der SVN eindrucksvoll, dass die Leistung von Löf kein Ausrutscher nach oben war. Über weite Strecken bestimmte die Mannschaft das Geschehen nach Belieben und ließ dabei sogar noch einige weitere Chancen liegen.
Weiter geht es für den SVN bereits unter der Woche. Das ursprünglich für Mittwoch, den 23.09., angesetzte Pokalspiel der 1. Runde bei Weißenthurm wurde auf Donnerstag, den 24.09., 19.30 Uhr verlegt. Austragungsort ist der Kunstrasenplatz an der Grundschule in der Breslauer Straße in Weißenthurm.

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