Personell musste das Trainerteam erneut auf mehrere Spieler verzichten. René Fuhr fehlte weiterhin angeschlagen, Youssef Ben-Jemmia sowie Leon Hause waren terminlich verhindert. Fabian Klöckner absolvierte zeitgleich sein letztes Spiel mit der A-Jugend und durfte anschließend die Meisterschaft feiern. Zudem fiel Kabiru Barjo krankheitsbedingt aus. Unterstützung erhielt die Mannschaft deshalb aus der zweiten Mannschaft durch Felix Klöckner und Marcel Glomb.
In der gewohnten Formation begann Tom Strick im Tor. Die Dreierkette bildeten Yannik Rendgen, Luca Karbaum und Tim Felber. Im Zentrum starteten Hamza Chaudhry und Julian Urbas, während Oliver Kesselheim und Tobias Dott die Außenbahnen besetzten. In der Offensive begannen Robin Meyer, Luca Mohr und Stefan Zimmermann.
Die Gäste in Blau übernahmen zu Beginn direkt die Kontrolle über das Spiel, während die Hausherren tief standen und auf Fehler sowie Kontermöglichkeiten lauerten. Bereits in der fünften Minute leistete sich der SVN jedoch einen Fehler im Aufbauspiel. Enrico Köppen konnte den Ball und Tempo aufnehmen und den mitgelaufenen Stürmer bedienen, der nach fünf Minuten zur 1:0-Führung einschob.
Trotz des frühen Rückstands zeigte sich Niederwerth zunächst unbeeindruckt und spielte vor allem in der ersten Halbzeit einen ansehnlichen Fußball, soweit das auf dem Hartplatz möglich war. Die Gäste hatten viel Ballbesitz, setzten spielerische Akzente und übernahmen klar das Heft des Handelns. Allerdings fehlte im letzten Drittel häufig der entscheidende Pass sowie die nötige Konsequenz vor dem Tor, sodass klare Torchancen Mangelware blieben. Lediglich nach Standardsituationen strahlte der SVN etwas Gefahr aus. Von den Gastgebern kam offensiv nach der Führung nur noch wenig, sodass es mit einem insgesamt eher zähen 1:0 in die Halbzeitpause ging.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein ähnliches Bild. Der SV Niederwerth versuchte weiterhin Lösungen zu finden, um gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Mit zunehmender Spielzeit wurde die Partie jedoch immer zweikampfintensiver und hitziger. Große Torchancen blieben auf beiden Seiten weiterhin selten.
Erst in der Nachspielzeit belohnten sich die Gäste schließlich doch noch für ihren Aufwand. Über die linke Seite wurde ein letzter Angriff vorgetragen. Yannik Rendgen brachte den Ball gefährlich in die Mitte auf Luca Mohr, dessen Abschluss der Torhüter zunächst noch stark parieren konnte. Den anschließenden Querpass verwertete der eingewechselte „One and only“ Marcel Glomb per Kopf zum umjubelten 1:1-Ausgleich und sicherte dem SVN damit zumindest einen verdienten Punktgewinn.
Trainer Julian Urbass zeigte sich nach Abpfiff erleichtert, aber auch selbstkritisch:
„Letztendlich tut es mir schon ein wenig Leid für die Zuschauer die mitgereist sind, weil das wirklich alles andere als schön anzusehen war. Das lag einerseits an den ungewohnten Platzverhältnissen auf dem Hartplatz, andererseits aber auch daran, dass wir uns das Leben oft selbst schwer gemacht haben. Wir haben zu selten den einfachen Ball gespielt und im letzten Drittel die Konsequenz vermissen lassen. Umso mehr freut es mich aber, dass wir bis zum Schluss Moral gezeigt und nie aufgehört haben, Fußball zu spielen. Dass wir uns dafür noch mit dem Punkt belohnen konnten, spricht für die Mannschaft. Außerdem führen wir jetzt die Auswärtstabelle an und das würden wir natürlich gerne bis zum Saisonende verteidigen. Jetzt freuen wir uns auf das letzte Heimspiel gegen Güls in einer Woche und erwarten eine besondere Atmosphäre.“

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