Im Vergleich zum 5:2 Heimsieg gegen die SG Nörtershausen nahm das Trainerteam aufgrund der guten Leistung nur wenige Veränderungen vor. Tom Strick fehlte aufgrund einer Uni Vorlesung, sodass erneut Tim Klöckner das Tor hütete. Die Dreierkette bildeten Felix Klöckner, Spielertrainer Julian Urbas und Luca Karbaum. Auf der linken Schiene begann Yannik Rendgen, im Zentrum spielten René Fuhr, Fabian Klöckner und Luca Mohr. Tobias Dott besetzte die rechte Schiene, während Ismaïla Sankaré und Klinkner im Sturm starteten.
Die SG Weißenthurm erwischte den besseren Start und machte von Beginn an deutlich, welche Qualität in der Mannschaft steckt. Mit Spielern wie Abursu und Spielertrainer Göcer vom FV Engers, Julius Hamm aus dem Kader von Rot Weiss Koblenz sowie Besnik Alijai, der zuletzt für den Rheinlandliga Aufsteiger SV Untermosel auflief, verfügte der Gastgeber über enorme individuelle Qualität.
Weißenthurm setzte den SVN früh unter Druck, hatte mehr Ballbesitz und kam in der Anfangsphase zu mehreren guten Möglichkeiten. Dabei konnte sich Tim Klöckner im Tor mehrfach auszeichnen und hielt seine Mannschaft zunächst im Spiel.
Trotz des Drucks der Gastgeber versuchte der SV Niederwerth immer wieder, spielerische Lösungen zu finden. Das gelang phasenweise sehr gut. Der Ball lief auch unter Druck ordentlich durch die eigenen Reihen und immer wieder ergaben sich Möglichkeiten im Umschaltspiel.
Eine der besten Chancen hatte Luca Mohr nach einem sehenswerten Angriff über die linke Seite. Sein flacher Abschluss ins rechte Eck wurde jedoch stark vom Torhüter der SG Weißenthurm pariert. Auch Ismaïla Sankaré hatte nach einem Umschaltmoment eine aussichtsreiche Möglichkeit, verpasste im Drei gegen Eins allerdings den besser postierten Mitspieler und schloss selbst ab.
Die eigenen Chancen blieben damit ungenutzt. Weißenthurm machte es besser und ging mit einem sehenswerten Distanzschuss aus rund 20 Metern in Führung. Besnik Alijai traf unhaltbar ins linke obere Eck zum 1:0.
Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Halbzeit. Weißenthurm hatte insgesamt mehr Spielanteile und die besseren Möglichkeiten, dennoch hielt der SV Niederwerth über weite Strecken gut dagegen und zeigte, dass man auch gegen eine individuell stark besetzte Mannschaft spielerisch mithalten kann.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Die ersten 15 bis 20 Minuten gehörten dabei eher dem SVN. Niederwerth holte mehrere Ecken heraus, setzte sich teilweise in der gegnerischen Hälfte fest und drängte auf den Ausgleich.
Danach übernahm Weißenthurm wieder zunehmend das Kommando und entwickelte eine starke Phase. Der Gastgeber erhöhte den Druck, doch die Niederwerther Defensive hielt stand. Und wenn es doch einmal brenzlig wurde, war Tim Klöckner zur Stelle und hielt seine Mannschaft weiterhin im Spiel.
In den letzten 15 Minuten setzte der SVN dann noch einmal alles auf den Ausgleich. Mit Robin Meyer, Leon Hause, Leon Gäbler und Stefan Zimmermann kamen vor allem offensiv frische Kräfte ins Spiel. Niederwerth erspielte sich zwar nicht Chance um Chance, erhöhte aber den Druck und brachte die Gastgeber zunehmend in Bedrängnis.
Die größte Möglichkeit zum 1:1 hatte schließlich Leon Gäbler. Nach einem Diagonalball und der Verlängerung von Ismaïla Sankaré stand er halblinks beinahe frei vor dem Tor. Doch erneut blieb der Torhüter der SG Weißenthurm im Eins gegen Eins Sieger.
Auch die letzten Ecken brachten keinen Erfolg. Nach kurzer Nachspielzeit beendete der Schiedsrichter die Partie und besiegelte damit das Ausscheiden des SV Niederwerth in der ersten Runde des Bitburger Kreispokals.
🎙️ Stimme zum Spiel | Julian Urbas
„Ich bin absolut stolz auf die Mannschaft. Wir haben gegen eine hochambitionierte Mannschaft gegengehalten und waren über weite Strecken auf Augenhöhe. Man hat heute gemerkt, was uns abverlangt wird, wenn wir auf eine Top Mannschaft treffen. Genau mit solchen Mannschaften wollen wir uns aber messen.
Genau solche Spiele wie heute im Pokal gegen Weißenthurm und in zwei Wochen gegen den TuS Niederberg sind es, auf die es ankommt.
Wir werden gegen solche Gegner nicht viele Chancen bekommen. Wenn wir dann unsere Möglichkeiten nicht nutzen, müssen wir uns am Ende umso mehr ärgern. Am Ende müssen wir effektiver werden und uns für die Anstrengung, die Bemühungen und auch für unser gutes Spiel belohnen.
Natürlich bin ich enttäuscht, dass wir aus dem Pokal ausgeschieden sind. Trotzdem rechne ich den Jungs die heutige Leistung hoch an. Wir haben uns hier sehr gut präsentiert. Auch wenn Weißenthurm insgesamt mehr Chancen hatte, stand das Spiel über die gesamten 90 Minuten auf der Kippe und hätte durchaus auch zu unseren Gunsten ausgehen können.
Jetzt heißt es: abhaken, Köpfe hoch und in der kommenden Woche konzentriert auf das absolute Topspiel vorbereiten. Darauf kommt es jetzt an.“

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