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1:0-Sieg gegen VfR Eintracht Koblenz

Am Vortag der 90-jährigen Jubiläumsfeier empfing der SVN den Aufsteiger VfR Eintracht Koblenz auf heimischem Geläuf. Nachdem die Urbas-Elf bislang drei Auswärtsspiele absolviert hatte, stand nun auch das erste Heimspiel der Saison 2026/2027 auf der Rheininsel an. Nach zuletzt zwei Unentschieden in Folge wollte das Flaggschiff des SVN wieder dreifach punkten. Dieses Unterfangen gelang am Ende trotz widrigster Wetterbedingungen.

Julian Urbas: „Das Spiel war sicherlich kein Leckerbissen für die Zuschauer, aber unter den Bedingungen war es auf dem Platz auch wirklich schwer. Trotz der Spielkontrolle ist uns offensiv nicht wirklich viel gelungen, dafür haben wir defensiv aber auch wenig zugelassen. Umso erfreulicher ist es, dass wir geduldig geblieben sind, nicht aufgegeben haben und das 1:0 auf eine Art und Weise einfach erzwungen haben. Solche Siege müssen auch mal sein und sind für den Kopf enorm wichtig.“

Coach Julian Urbas musste seine Startaufstellung im Vergleich zum Bendorf-Spiel auf zwei Positionen verändern. Für Tom Strick rückte Eigengewächs Tim Klöckner zwischen die Pfosten. Für den gesperrten Luca Mohr begann Samuel Dubale im Mittelfeld neben Rene Fuhr und Fabian Klöckner. Die bärenstarke Viererkette mit Tobias Dott, Julian Urbas, Luca Karbaum und Yannik Rendgen blieb ebenso unverändert wie die Angriffsreihe um Colin Klinkner, Ismaila Sankareh und Robin Meyer.

Hinein in die Partie: Nur wenige Minuten waren gespielt, als Colin Klinkner den ersten nennenswerten Torschuss für die Blues abgab. Der gut aufgelegte Gästetorhüter war jedoch zur Stelle und parierte. In der Folge verflachte die Partie zunehmend. Bei den starken Böen, die über die Südspitze zogen, taten sich beide Mannschaften schwer, ein geordnetes Passspiel aufzuziehen. Der SVN hatte zwar die etwas bessere Spielanlage, schaffte es aber nur selten, sich kontrolliert bis ins gegnerische Drittel zu kombinieren. Ismaila Sankareh kam noch zu einem weiteren Abschluss für die Blues, mehr sollte im chancenarmen ersten Durchgang allerdings nicht passieren.

In der Halbzeit wich der Wind schließlich dem Regen – und dieser setzte nahezu sintflutartig ein. War es im ersten Durchgang bereits schwierig, den Einfluss des Windes auszublenden, wurde es auf dem nun fast sumpfartigen Geläuf nahezu unmöglich, ansehnlichen Fußball zu spielen. Jeder noch so gut temperierte Pass blieb auf dem tiefen Rasen liegen. Dementsprechend waren nun vor allem rassige Zweikämpfe und Einsatz gefragt.

Die Hausherren zeigten sich weiterhin bemüht, kamen jedoch bis in die Schlussphase nur noch zu einer weiteren nennenswerten Torchance. Samuel Dubale bediente mit einer schönen Flanke den eingelaufenen Colin Klinkner, dessen Abschluss jedoch knapp am Gehäuse vorbeiging. Auf der Gegenseite blieb die Hintermannschaft des SVN jederzeit Herr der Lage und ließ bis kurz vor Schluss keinen einzigen gegnerischen Torschuss zu.

So trudelte die Partie dem Ende entgegen. Die Frage schien nur noch zu sein, ob einer Mannschaft doch noch der Lucky Punch gelingen würde – schließlich deutete alles darauf hin, dass eine einzelne Aktion den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen könnte.

Und tatsächlich war es in der 82. Minute so weit. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld konnte die Hereingabe von Luca Karbaum zunächst durch die Gäste geklärt werden. Yannik Rendgen setzte jedoch am rechten Flügel nach und brachte den Ball erneut in die Mitte. Seine Hereingabe sprang an Freund und Feind vorbei, ehe am langen Pfosten Fabian Klöckner in den Ball rauschte und das Spielgerät aus rund zehn Metern irgendwie über die Linie bugsierte. Ein Tor, das irgendwie sinnbildlich für diese Partie stand: nicht schön, aber mit enormem Willen erzwungen.

Mit den eingewechselten Leon Hause, Stefan Zimmermann, Niclas Bürger, Leon Gäbler und Christian Samtleben brachten die Blues anschließend die verbleibenden Minuten über die Zeit. Erst in der Nachspielzeit kam der VfR noch zu seinen ersten nennenswerten Möglichkeiten. Tim Klöckner war jedoch zur Stelle und parierte stark. Auch die letzten Standardsituationen wurden von der stets sattelfesten SVN-Defensive geklärt, sodass der souveräne Schiedsrichter Schmitz das bunte Treiben beendete.

Am Ende steht damit ein 1:0-Heimsieg, der vor allem eines zeigt: Die Moral stimmt. Unter schwierigsten äußeren Bedingungen, einem tiefen und kaum bespielbaren Platz sowie einer über weite Strecken zähen Partie blieben die Blues geduldig und belohnten sich in der Schlussphase für ihren Einsatz. Gerade im ersten Heimspiel der Saison war es wichtig, trotz des Unwetters und der spielerisch überschaubaren Möglichkeiten bis zum Schluss an den Sieg zu glauben – und genau das tat die Mannschaft.

Ein vorschneller Blick auf die Tabelle wäre nach gerade einmal vier Spieltagen sicherlich noch verfrüht. Die Klasse präsentiert sich in dieser Saison äußerst ausgeglichen, und zwischen den Mannschaften dürften sich noch viele enge Duelle entwickeln. Mit acht Punkten aus den ersten vier Spielen ist der SVN jedoch ausgezeichnet in die neue Spielzeit gestartet und hat eine sehr gute Grundlage geschaffen, auf der sich in den kommenden Wochen weiter aufbauen lässt.

Weiter geht’s am Sonntag um 14:30 Uhr in Löf bei der SG Löf/Oberfell/Burgen. Die Zweite Mannschaft hatte spielfrei und gastiert am kommenden Sonntag um 11 Uhr bei TuS Arenberg II.