Julian Urbas: „Die gestrige Niederlage ist verdammt ärgerlich. Man hatte das Gefühl, dass uns bei entscheidenden Situationen, sei es vor dem Tor oder in der Zweikampfführung, die letzten zehn Prozent gefehlt haben. So hat sich die SG Spay/Rhens dann auch die drei Punkte absolut verdient. Letztendlich muss man sagen, dass wir uns im Laufe der Rückrunde tabellarisch in eine Position gebracht haben, in der wir solche Patzer ohne Folgen hinnehmen können. Jetzt gilt es am Dienstag die Köpfe frei zu bekommmen und am Mittwoch im Pokal wieder alles zu geben, um ins Halbfinale einzuziehen.“
Zwischen den Pfosten feierte SVN-Nachwuchskeeper Tim Klöckner seine Heimspielpremiere im Seniorenbereich. In der Defensive setzte Urbas auf die bewährte Achse um Kapitän Tim Felber, Luca Karbaum und Yannik Rendgen. Über die Außenbahnen sorgten Tobias Dott und Steffen Gallus für die nötige Breite, während im Zentrum Muhammad Chaudry, Rene Fuhr und Fabian Klöckner aufgeboten wurde. In der Offensive begannen Stefan Zimmermann und Luca Mohr, wobei sich das Angriffsspiel immer wieder flexibel gestalten sollte.
Die Partie begann zerfahren, der SVN suchte zunächst nach seinem Rhythmus. Immerhin kam das Team zu zwei frühen Abschlüssen durch Luca Mohr, wirklich zwingend wurde es jedoch nicht. Insgesamt fehlte es in der Anfangsphase an Struktur und klaren Aktionen in die Tiefe.
In der 27. Minute fiel dann das 0:1 – und das mit tatkräftiger Unterstützung der SVN-Hintermannschaft: Ein äußerst unglückliches Gegentor. Die Hausherren zeigten sich davon jedoch nur kurz beeindruckt und antworteten mit ihrer besten Phase vor der Pause: Nach einer Flanke von Stefan Zimmermann setzte Fabian Klöckner einen Kopfball an den Pfosten. Kurz darauf verfehlte auch Rene Fuhr das Tor nur knapp. Trotz dieser Möglichkeiten ging es mit dem knappen Rückstand in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel kam der SVN engagiert aus der Kabine. Die erste gute Gelegenheit entstand nach einer Flanke von Yannik Rendgen, doch der Abschluss von Tobias Dott wurde in letzter Sekunde geblockt. Der anschließende Eckball sorgte dann für den Ausgleich: Die Hereingabe rutschte durch bis zu Rendgen, dessen scharfer Ball von der Grundlinie schließlich von einem gegnerischen Spieler ins eigene Tor gelenkt wurde – 1:1.
Doch die Gäste ließen sich davon nicht beeindrucken und verstärkten ihrerseits wieder die Offensivbemühungen. Nach einem Eckball landete ein Versuch zunächst an der Latte, ehe nach rund einer Stunde ein gut ausgespielter Angriff zum erneuten Rückstand für den SVN führte.
In der Schlussphase warf der SVN noch einmal alles nach vorne. Tim Klöckner hielt seine Mannschaft mit einer starken Eins-gegen-Eins-Parade nach einem Konter im Spiel. Offensiv kam der eingewechselte Kabiru Barjo noch zu einer guten Abschlussmöglichkeit. Zudem wurde er bei einem Lauf in den Strafraum von einem Gegenspieler zu Fall gebracht, doch Schiedsrichter Mayer ließ weiterspielen und erkannte kein Foulspiel.
So blieb es am Ende bei der ärgerlichen 1:2-Niederlage – unter dem Strich eine Partie, in der der SVN insgesamt zu wenig Durchschlagskraft entwickelte und in den entscheidenden Momenten nicht konsequent genug agierte.
Fast schon gut, dass die beiden kommenden Aufgaben wieder auswärts stattfinden: Der SV Niederwerth kann so direkt den Blick nach vorne richten. Bereits am Mittwochabend (19:30 Uhr) hat die Urbas-Elf beim SV Waldesch die Möglichkeit, dem Traum vom Pokalsieg ein Stück näher zu kommen und ins Halbfinale einzuziehen. Am Sonntag (15 Uhr) steht dann auch in der Liga die nächste Herausforderung an – es geht über die Brücke zum SC Vallendar. Derbytime!
Die Zweite Mannschaft des SVN schöpft indes neue Hoffnung im Abstiegskampf. Am Sonntagvormittag gewann das Team der Trainer Rau/Brinkmann mit 2:1 gegen die SF Höhr-Grenzhausen II. Christopher Stein brachte seine Farben mit einem Doppelpack auf die Siegerstraße. Ein unglückliches Eigentor sorgte jedoch noch einmal für eine spannende Schlussphase. Zwar konnte die „Zwote“ den Vorsprung über die Zeit retten, allerdings blieb ein großer Wermutstropfen: Till Hehl musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Wir wünschen gute Besserung und hoffen, dass die Verletzung nicht so schlimm ausfällt wie befürchtet. Komm schnell wieder auf die Beine!