was als Teil der Stromtrasse von Amprion begann – eine knapp 100 Meter hohe Gleichstromleitung am Sportplatz – hat sich innerhalb weniger Tage zu einer Entwicklung von historischer Tragweite gewandelt. Bei routinemäßigen Bohrungen rund um den neuen Strommast stießen die Bauarbeiter auf eine dunkel schimmernde Substanz. Nach kurzer Prüfung wurde klar: Es handelt sich um Öl – richtiges Öl – direkt unter der Südspitze Niederwerths. Weitere Untersuchungen deuten inzwischen darauf hin, dass es sich nicht nur um ein kleines Vorkommen handelt, sondern um ein durchaus ernstzunehmendes Reservoir. Der SV Niederwerth steht damit – völlig überraschend, aber keineswegs unvorbereitet – vor einer neuen sportlich-wirtschaftlichen Perspektive.
Der 1. Vorsitzende Björn Bähner nahm sich kurz Zeit für eine überschlägige Kalkulation und leitete daraufhin umgehend die nächsten Schritte ein.
Auf dieser Grundlage wurde noch vor Ort die Errichtung einer vereinseigenen Tankstelle beschlossen – unter dem Namen „Werther Premium Fuel“, strategisch günstig gelegen direkt neben dem Sportplatz (siehe Karte). Damit wird es künftig möglich sein, auf der Südspitze nicht nur ein gepflegtes Weizenbier, sondern parallel dazu auch richtigen Sprit zu tanken. Im Sortiment vorgesehen sind Diesel, Super sowie – als konsequente Weiterentwicklung für den Amateurbereich – der eigens entwickelte „Kreisliga-Diesel“. Ergänzt wird das Angebot durch eine Spezialzapfsäule für Aufsitzmäher, Traktoren und Kabinenroller. Auch an die Vereinsgemeinschaft wurde gedacht: Mitglieder profitieren vom Einführungsangebot „5 Liter tanken, 1 Weizen gratis“. Für Trainer wird zudem eine separate Zapfsäule mit extra hochoktanigem „Frustbenzin“ eingerichtet, insbesondere für den Einsatz nach ausgewählten Sonntagen.
Die operative Leitung der Tankstelle übernimmt künftig Liegenschaftsleiter Tino Zengler, der sein Tätigkeitsfeld damit sinnvoll erweitert: Neben der Rasenpflege verantwortet er ab sofort auch Ölpreise und Fördermengen. Dabei ist zu erwarten, dass jede Zapfsäule akkurat justiert, jede Tankmenge exakt abgerechnet und jedes Förderprogramm aus Berlin bis ins Detail protokolliert wird – nichts entgeht Zenglers genauem Blick.
Das Quartett der „Allesfahrer“ um Manfred „Kehla“ Klöckner übernimmt den Transport von Tanks und Fördermaterial zwischen Bohr- und Tankstelle. Die Gruppe steht folgerichtig vor einer Umbenennung in „Förderfahrer“. Darüber hinaus sponsert Klöckner Warnwesten für die Seniorenmannschaften mit derselben Aufschrift – Sicherheit geht vor, und Stil sowieso.
Mit Blick auf die zu erwartenden Mehreinnahmen wurden vereinsintern bereits erste Investitionsmaßnahmen diskutiert. Im Raum steht unter anderem ein Kunstrasenplatz, eine Anzeigetafel sowie – je nach Fördermenge – ein Whirlpool für die AH.
Auch optisch wird die Entwicklung berücksichtigt: Um die neu erschlossene Ressource, das flüssige Gold, angemessen zu repräsentieren, werden die bisherigen blauen Trikots künftig um einen gelb-goldenen Farbton ergänzt. Der SV Niederwerth läuft damit perspektivisch in Blau-Gelb auf.
Weitere Details folgen nach der offiziellen Eröffnung am heutigen 01. April.





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