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1.Mannschaft

            andernach    

Spvgg Bendorf - SV Niederwerth

Sonntag, 04.03.2018, 14:30 Uhr

2.Mannschaft

              

BSC Güls - SV Niederwerth II

Sonntag, 04.03.2018, 14:30 Uhr

3.Mannschaft

              svn           

Spvgg Bendorf III - SV Niederwerth III

Sonntag, 04.03.2018, 11:00 Uhr

Frauen

        svn         

SG Buchholz - SV Niederwerth

Sonntag, 18.03.2018, 14:30 Uhr



Seniorenspielbetrieb: Erste Mannschaft schlägt Schlusslicht TuS Kettig mit 2:0 (0:0)

„Zwote“  biegt 0:4-Halbzeitrückstand noch zu verrücktem 5:5-Unentschieden
 
Am vergangenen Wochenende blieben alle SVN-Teams zuhause ungeschlagen. Bevor die Herren spielten, sorgten am Samstagnachmittag die B-Junioren mit einem 2:0-Sieg über den Spitzenreiter JSG Untermosel für einen guten blau-weißen Start. Die Tore für das Team von Jörg „Joy“ Jächel und Tim Gotthard erzielten Sebastian Schmitz und Niclas Bürger. Abends holte die Dritte Mannschaft in der Kreisliga D durch einen Last-Minute-Treffer von Oldie Thorsten „Gütschow“ Groß ein 1:1-Remis im Kräftemessen mit dem FC Arzheim II. Weiter ging es dann am Sonntagmittag mit den anderen Herrenspielen.
Wer glaubte, das vergangene Derby zwischen Dortmund und Schalke wäre nicht zu toppen gewesen, der wurde beim Match der Werther Reserve gegen den FC Arzheim eines besseren belehrt - doch zunächst der Reihe nach! Die angespannte SVN-Personallage hatte sich im Vergleich zur Vorwoche (4:4 in Simmern) nur unwesentlich verbessert, zu Allem Überfluss verletzte sich Nicolai Rau am Ende des Aufwärmprogramms und fiel wie etliche andere ebenfalls lädiert aus. So musste Coach Sebastian Luckei zum wiederholten Male selbst die Fußballschuhe schnüren und die Ersatzbank auffüllen. Alle guten Vorsätze für das letzte Spiel in 2017 waren spätestens nach neun Minuten zunichte, denn Arzheim führte nach eklatanten Fehlern der Werther Jungs schnell mit 0:2. Eine halbe Stunde später erhöhten sie gar auf 0:3. Als die Gäste sich dann durch eine rote Karte aufgrund einer Tätlichkeit dezimierten, keimte nochmal kurz Hoffnung bei den Blau-Weißen auf. Doch auch in Unterzahl überwand der FCA abermals die SVN-Defensive und markierte noch vor dem Pausenpfiff das unfassbare 0:4. Die Leistung der Insulaner war in den ersten 45 Minuten so unterirdisch, dass es unmöglich ist, dies weiter mit Worten zu beschreiben. Trainer Luckei weckte seine Mannen in den Katakomben durch eine laute Halbzeitansprache auf, und siehe da: Mit Beginn der zweiten Hälfte zeigte der SVN mit einer tollen Moral sein wahres Gesicht. Binnen fünfzehn Minuten verkürzten Christian Ohlef per Strafstoß sowie Oli Schmengler und Enzo Calamusa auf 3:4. Es war wieder blau-weißes Leben auf der Südspitze, nun sollte natürlich in der verbleibenden halben Stunde auch noch der Ausgleich oder, wenn irgendwie möglich, sogar der Heimsieg her. Der SVN hatte mittlerweile einen Ballbesitz von gefühlten 90 Prozent und ließ die Kugel zügig durch die eigenen Reihen laufen, immer auf die nächste Torchance lauernd. Die Gäste standen nachvollziehbarer Weise tief und machten die Räume eng. Die Blues waren zwischenzeitlich zwei Mal am Aluminium gescheitert, als Arzheim rund zehn Minuten vor dem Ende mit einer feinen Einzelleistung brutal das 3:5 markieren konnte und quasi für die Vorentscheidung sorgte. Doch getreu dem Motto „Werther geben niemals auf“ suchten die Jungs um Kapitän Jannik Schemmer weiter ihr Heil in der Flucht nach vorne. Und nach einer Flanke von rechts stand Routinier Andy Ohlef in der Mitte goldrichtig und ließ das Leder tatsächlich zum 4:5 über die fleischfarbene Badekappe ins Arzheimer Gehäuse rutschen. In den letzten Minuten wurde es dann richtig dramatisch: Christian Ohlef war aus der Verteidigung aufgerückt und schlug eine weitere hohe Hereingabe in den Strafraum, wo sich der Libero der Gäste wohl an seine Werther Vergangenheit erinnerte und mustergültig zum 5:5-Ausgleich ins eigene Tor einköpfte. Waaaahnsiiiin! Kurz darauf war Feierabend auf dem altehrwürdigen Hartplatz und die legendenumwobene Südspitze wieder um eine epische Geschichte reicher.
Im direkten Anschluss empfing die Erste Mannschaft am Sonntagnachmittag den TuS Kettig. Obwohl die Gäste als Tabellenletzter auf die Insel angereist waren, so hatten sie in der Vorwoche doch durch einen 3:1-Auswärtssieg gegen den VfR Koblenz Selbstvertrauen getankt und waren gewillt, etwas Zählbares mitzunehmen. Auch bei der Ersten Mannschaft trieb die Personalsituation den Coaches die ein oder andere Sorgenfalte auf die Stirn, fehlten doch durch Verletzungen und Sperren insgesamt fünf-sechs Kräfte. Vom Anstoßpunkt weg sollte sich auf dem tiefen Geläuf ein umkämpftes, aber immer faires Duell entwickeln. Die erste gute SVN-Möglichkeit hatte Stefan Zimmermann, der nach tollem Laufweg am fantastisch reagierenden Gäste-Keeper scheiterte. Die Werther versuchten in der Folge, kompakt und sicher im Stile einer guten Heimmannschaft aufzutreten, machten sich aber oftmals durch fahrlässige Fehler und Ballverluste im Aufbauspiel das Leben selbst schwer und den Gegner damit stark. Lukas Wegener im SVN-Tor rettete ein ums andere Mal glänzend für seine Farben, und auch das Aluminium verhinderte ein 0:1 aus Sicht der Blues. Der TuS Kettig präsentierte sich nicht gerade wie ein Absteiger und spielte teils sehr forsch auf. Zur Pause blieb es beim torlosen Remis. Nach dem Seitenwechsel kamen die Blau-Weißen schnell zu einem vielversprechenden Freistoß aus zentraler Position. Kapitän Jan Weeser erklärte die Standsituation zur Chefsache und zirkelte die Kugel über die Mauer hinweg zum 1:0 (52.) in die Maschen. Jubel auf der Südspitze! Der SVN blieb am Drücker und fuhr nur zehn Minuten später einen Konter über Florian Ebert und Lars Johannsen, die im Zusammenspiel den mitgelaufenen Nico Hamann fanden, welcher seine sehr gute Leistung mit dem 2:0 (63.) krönte und so den Werther Doppelschlag perfekt machte. Der Wille der Gäste war damit gebrochen, der SVN gestaltete die Partie nun sehr souverän und ließ nichts mehr anbrennen. Die Defensive um Björn Bähner, Steven Gerstenberg, Dennis Kesselheim und Matthes Stein stand im gesamten zweiten Durchgang felsenfest, Chancen für Kettig waren Mangelware. Die Coaches Tobias Schmidt und Dominik Süßmeyer wechselten durch und brachten zur Schlussphase Andre Friedrich und Robin Meyer für die Oldies Lars Johannsen und Nico Hamann. Sehr erfreulich, dass kurz vor dem Ende auch noch Publikumsliebling Yannik Rendgen nach überstandener Verletzungspause sein Comeback feiern durfte. Er kam für Stefan Zimmermann, bevor der gut leitende Referee Wydymanski das Match beendete. Mit diesem wichtigen Heimsieg konnte sich der SVN in der Tabelle auf den elften Platz verbessern und lässt zur Winterpause somit neben dem TuS Kettig auch Rot-Weiß Koblenz II und den SV Untermosel hinter sich.
Am kommenden Sonntag (03.12.2017) muss die Erste Mannschaft der Blues zum Jahresabschluss noch die nächste Runde im Kreispokal bei den FF Hüttenjungs Koblenz bestreiten. Anpfiff auf dem Hartplatz in der Goldgrube ist um 14:30 Uhr. Die Schmidt-Elf freut sich zum letzten Mal in 2017 auf die Unterstützung zahlreicher Fans von der Insel!